“Wenn es Zeit ist”: Nasdaq hat Pläne, Kryptobörse zu werden


5/5 (1)

Die Pläne von Nasdaq, nun auch ins Bitcoin-Ökosystem einzusteigen, sind offenbar gefestigt. Momentan fehlt es lediglich noch an rechtlichen Grundlagen, so Adena Friedman in einem Interview. Eine Partnerschaft mit Gemini lässt zudem vermuten, dass man sich zunächst auch im technischen Bereich absichern will.

Wie es aussieht, bekommen Binance, Bitstamp & Co. bald hochkarätige Konkurrenz aus dem traditionellen Finanzsystem. Denn wie Adena Friedman, CEO von Nasdaq, eröffnete, ziehe das US-amerikanische Unternehmen in Betracht, bald auch als Kryptobörse zu agieren. Momentan sei die rechtliche Lage jedoch noch nicht sicher genug. In einem Interview mit CNBC sagte Friedmann am 25. April:

„Sicherlich überlegt sich Nasdaq, mit der Zeit eine Kryptobörse zu werden. Aber erst, wenn wir uns die Lage anschauen und uns denken: Es ist Zeit, die Menschen sind für einen regulierten Markt bereit.

Bis es soweit ist, macht sich das Börsenunternehmen schon einmal mit der neuen Umgebung vertraut. So verkündete Nasdaq am selben Tag, dass man eine Partnerschaft mit Gemini eingegangen sei. Die von den Winklevoss-Brüdern gegründete Kryptobörse wird bald die Sicherheitstechnologien von Nasdaq verwenden.

Nasdaq sammelt Erfahrung bei Gemini

Das Börsenunternehmen hingegen kann sich durch die Kooperation schon einmal mit den Eigenheiten von Kryptobörsen bekannt machen. In einem Statement, das der Wachsman-Agentur vorliegt, äußerte sich Yo Kwon, Mitgründer von Coinsetter dazu wie folgt:

„Es ist clever von traditionellen Exchanges wie Nasdaq, sich ihr Wissen erst einmal von bereits funktionierenden Kryptobörsen wie Gemini zu holen. Von der technischen Perspektive gibt es hier einzigartige Herausforderungen wie das Management der Wallets. Jemand, der mit diesen Herausforderungen bereits zu kämpfen hatte, wird Nasdaq helfen, auf die Beine zu kommen, bevor sie sich selbst dem Thema widmen.“

Letztlich ist es ein positives Signal für das Bitcoin-Ökosystem, wenn nun auch Nasdaq in Erwähnung zieht, ins Krypto-Business einzutreten. Dadurch wird die Brücke zwischen Bitcoin und dem traditionellen Finanzsystem gebaut:


„Das könnte eine große Sache werden! Die Regulierung steht dem jedoch noch im Weg. Man muss ein Modell der Selbstregulierung finden. […] Es ist keine leichte Aufgabe, aber wer es schafft, dieses Problem zu lösen, findet den heiligen Gral, indem er die Brücke zwischen dem traditionellen und dem Krypto-Ökosystem schlägt“,

meint Joseph Weinberg, OECD Think Tank Special Advisor & Shyft Chairman.

Es zeigt sich wieder: Für das Krypto-Ökosystem wird es Zeit, aus den Kinderschuhen zu steigen und erwachsen zu werden. Schließlich ist es gekommen, um zu bleiben.

BTC-ECHO

Please rate this


Vielleicht gefällt dir auch

Kommentar verfassen

de German
X