Venezuela: Bolivar erhält Update, Petro wird Rechnungseinheit


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In Venezuela wird es künftig zwei offizielle Währungen geben. Neben dem inflationsgebeutelten Bolivar wird es mit der staatlichen Kryptowährung Petro eine zweite offizielle Rechnungseinheit geben.

Wie die spanische Zeitung ABC International berichtet, verkündete Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am 13. August in einer Fernsehansprache, dass es in Venezuela in Zukunft möglich sein soll, Gehälter, Waren und Dienstleistungen in Petro zu bezahlen.

“Ab Montag [dem 20.August] wird Venezuela eine zweite Abrechnungseinheit haben, die auf dem Preis, dem Wert des Öls, basiert. Es wird eine zweite Rechnungseinheit der Republik sein und als obligatorische Rechnungseinheit unserer Ölindustrie PDVSA zum Einsatz kommen”,

hieß es in der Ansprache weiter. Ferner kündigte Maduro ein „neues Preissystem für Waren und Dienstleistungen, die im Öl verankert sind, an. Das neue Preissystem soll eine “wesentliche Verbesserung des Einkommens der Arbeiter” bringen.

Minus fünf Nullen

Im Zuge der Währungsumstellung streicht die venezolanische Zentralbank fünf Nullen aus der nationalen Währung, dem Bolivar. Die neuen Banknoten werden außerdem um das Wort Bolivar um den Zusatz „soberano“ („souverän“) ergänzt. Regierung und Zentralbank leiteten den Schritt ein, um der Hyperinflation des Bolivar entgegenzuwirken. Diese soll, nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds IWF, bis zum Ende dieses Jahres eine Million Prozent betragen.

Konkrete Zahlen hat Maduro in seiner Fernsehansprache noch nicht genannt. Er überlässt das der Zentralbank (El Banco Central, BCV):

“[Die CBA] wird damit beginnen, die offiziellen Zahlen über den Wert des souveränen Bolivar in Abhängigkeit vom Öl bzw. den Wert des Öls in Abhängigkeit von den internationalen Währungen zu veröffentlichen”,

Mit der Währungsumstellung sollen außerdem Spekulationen mit dem Bolivar Einhalt geboten werden. Um das Inkrafttreten der Währungsumstellung und die Ausgabe der Banknoten zu erleichtern, hat Maduro den kommenden Montag zum arbeitsfreien Tag erklärt. Dabei sollen alte und neue Banknoten vorerst noch koexistieren. Die alten Bolivar-Noten werden dann nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

BTC-ECHO

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