Crash bei Dash: Masternode-Betreiber will CEO absägen


No ratings yet.

In dem bekannten Dash-Forum dashcentral.org sorgt derzeit ein Vorschlag des Masternode-Betreibers „SavingPrivateDash“ für Aufsehen. Dem Vorschlag zufolge soll der CEO abgesetzt werden, weil er durch finanzielles Missmanagement, fehlerhafte Personalentscheidungen und der falschen Marketingstrategie nicht nur das Vertrauen in Dash, sondern in die gesamte Krypto-Industrie schwäche. Außerdem sei er in vielen Fällen seinen Pflichten nicht nachgekommen und habe Deadlines für wichtige Projekte wie etwa Dash-Evolution nicht eingehalten.

Im Kern der Kritik am Dash-CEO Ryan Taylor steht vor allem die starke Verzögerung von Dash-Evolution. Das Projekt hat das Ziel, die Massenadoption von Dash voranzutreiben, indem es die Nutzung der Digitalwährung so einfach und nutzerfreundlich wie PayPal macht. Die Veröffentlichung eines Evolution-Wallets wurde bereits für Februar 2018 angekündigt. Eine Roadmap mit einem neuen Termin gibt es jedoch derzeit noch nicht. Weitere Kritikpunkte sind der stetig fallende Kurs und der verantwortungslose Umgang mit dem Budget. Sollte der Kurs weiter fallen, stünden demnach auch weniger Finanzmittel zum Bezahlen von Marketing-Projekten oder Personal zur Verfügung. Es sei dem CEO außerdem nicht gelungen, ein Finanzpolster zum Abfedern von Markteinbrüchen aufzubauen und es gebe seit seiner Einsetzung kaum technologischen Fortschritt. Bei diversen Personalentscheidungen, wie etwa der Einstellung des CMO (Chief Marketing Offiver) Fernando Gutierrez oder des Business Developers Bradley Zastrow habe er sich zudem Fehlgriffe geleistet.

Selbst das Gesicht von Dash – Amanda B. Johnson – wende sich ab

Amanda B. Johnson stand einst als das Gesicht von Dash im Mittelpunkt der Marketing-Kampagne. Laut der Kritik des Masternode-Betreibers sei selbst sie, früher der größte Fan von Dash, heutzutage nicht ohne Grund von der Bildfläche verschwunden. Demnach sei sie enttäuscht, dass Dash viele Versprechen nicht einhalten konnte und eine weitere Enttäuschung stehe ihr noch bevor: Sie habe öffentlich gemacht, Evolution noch bis zum 31. Dezember 2018 Zeit zu geben. Laut „SavingPrivateDash“ eine illusorische Hoffnung.

Doch wieso schlägt seine Kritik so hohe Wellen? Welchen Einfluss haben die Betreiber von Masternodes bei Dash?

So werden bei Dash Entscheidungen getroffen

Dash versteht sich als DAO, was für Dezentrale Autonome Organisation steht, also einen sich selbst verwaltenden Komplex. Dieser hat kein Machtzentrum und unterliegt keiner Kontrolle durch äußere Kräfte. Die „Regierung“ bilden im Fall von Dash die Masternode-Betreiber. Sie können in dem Forum dashcentral.org Vorschläge einreichen, über die wiederum andere Masternodes abstimmen. Als Budget stehen ihnen dabei zehn Prozent des gesamten Minings zur Verfügung. Dieses nutzt die Organisation etwa zur Bezahlung von Marketing-Projekten, Programmierern oder Übersetzern.

Nicht viel Zuspruch für die Kritik

Einen Vorschlag in dem Dash-Forum zu unterbreiten, ist nicht ganz günstig. Immerhin fünf Dash, also umgerechnet etwa 697 US-Dollar hat sich „SavingPrivateDash“ seine Kritik kosten lassen. Der Hintergrund ist ein Spam-Schutz, der es nötig macht, für das Einreichen von Initiativen in Dash zu bezahlen. Auf diese Weise will die Organisation verhindern, dass nicht ernst gemeinte Initiativen oder undurchdachte Ideen das Forum fluten. Dafür findet die Kritik des Masternode-Betreibers vergleichsweise wenig Anklang. 92 Masternode-Betreiber stimmten seinem Vorschlag zu, 856 stimmten dagegen und 25 enthielten sich. Zwar dürfte seine Kritik nicht ganz unberechtigt sein, es mehren sich jedoch auch Gegenstimmen. Andere Masternode-Besitzer argumentieren etwa, dass es aus Programmierersicht beinahe unmöglich sei, Deadlines auf den Punkt einzuhalten und dass der Einbruch des Dash-Kurses letztlich auch auf den Gesamtmarkt und nicht nur auf Entscheidungen des CEO zurückzuführen seien.


BTC-ECHO

Please rate this


Vielleicht gefällt dir auch

Kommentar verfassen

de German
X