ICO-Regulierung: Abu Dhabis Finanzaufsichtsbehörde veröffentlicht Richtlinienkatalog


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Die Regierung von Abu Dhabi bzw. dessen Finanzaufsichtsbehörde (FSRA) hat nun Richtlinien bekannt gegeben, nach denen ICOs reguliert werden sollen.

Laut der FSRA würden durch die neuen Vorgaben bei einem Token Sale die Anti-Geldwäsche-Vorschriften sowie das Know-Your-Customer-Prinzip (KYC) ausreichend berücksichtigt werden. Je nach Struktur sollen die Token entweder als Wertpapiere (Securities) oder als Rohstoffe (Commodities) eingeordnet werden.

Entsprechend könnten zukünftig bei einem ICO die ähnlichen Maßstäbe angesetzt werden wie bei einer Emittierung von Aktien (IPO). Vor allem die weniger transparenten ICO-Projekte, deren Substanz ernsthaft in Frage gestellt werden muss, sollen es durch die höheren Standards schwieriger haben Geld einzusammeln.

Dennoch muss klargestellt werden, dass die Regulierungsvorhaben keinesfalls negativ zu verstehen sind, da sie eine Regulierung bzw. Schaffung eines Rechtsrahmens anvisieren und kein ICO-Verbot, wie wir es gegenwärtig in China haben. Ähnlich wie die USA behält sich die Aufsichtsbehörde eine Fall-zu-Fall-Entscheidung vor.

Auch der Verbraucherschutz soll bei ICOs durch einen Wertpapierprospekt, wie er bei IPOs üblich ist, erhöht werden, sofern eine Einordnung als Wertpapier gegeben ist. In Anlehnung an Wertpapiere soll diese Regulatorik aber primär auf ICOs angewendet werden.

Bestehende digitale Währungen würden hingegen eher als Rohstoffe, also wie Gold oder Öl, behandelt werden und würden damit einer geringeren Regulierung unterliegen. Die Einwirkungen auf digitale Währungen wären also praktisch nur sehr gering, im Grunde würde sich nicht viel zur gegenwärtigen Situation ändern.


Insgesamt ein durchaus positives Statement der Finanzaufsichtsbehörde. Schließlich soll der Investoren- und Verbraucherschutz bei ICOs erhöht werden, ohne dabei das bestehende Krypto-Ökosystem zu stark einzuengen.

BTC-ECHO

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