Das sind die 5 krypto-freundlichsten Länder der Welt


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Mit der Krypto-Adaption verhält es sich in etwa so, wie mit der Henne und dem Ei. Was kommt zuerst? Verbraucher, die gerne in Bitcoin & Co. bezahlen möchten, oder Einzelhändler, die diese Bezahlmethode anbieten und so die Verbraucher dazu animieren, Krypto zu nutzen? Es stellt sich also die Frage, ob die Angebots- oder Nachfrageseite den berühmten „ersten Schritt“ geht.

Zwar spricht derzeit bis auf eine ideologische Überzeugung nicht sehr viel für die Akzeptanz von Bitcoin im Einzelhandel – man bedenke die volatile Kursentwicklung. In einigen Ländern und Städten der Erde ist die Krypto-Adaption in Anbetracht dessen aber bereits recht weit fortgeschritten, oder im Begriff, rasant aufzusteigen. Hier sind die fünf krypto-freundlichsten Länder des Planeten.

1. Japan

Im Land der aufgehenden Sonne sind Kryptowährungen wie Bitcoin beliebt wie nie. Seit die japanische Regierung Bitcoin zu einem offiziellen Zahlungsmittel erklärt hat, sind die Märkte dortzulande beflügelt: Immer mehr Einzelhändler akzeptieren Bitcoin. Allein in Tokio gibt es rund 80 Shops, in denen Kunden mit BTC bezahlen können. Dies geht aus Daten von coinmap.org hervor, einem Open-Source-Projekt, das Standorte krypto-freundlicher Händler auflistet.

2. Gibraltar

Der kleine Landzipfel am äußersten südlichen Rand Europas schickt sich an, ein Vorreiter in Sachen Krypto und Blockchain zu werden. Zwar ist der Zwergstaat offizieller Teil des britischen Königreichs, hinsichtlich der Finanzregulierung hat Gibraltar aber weitestgehend freie Hand – und das macht sich das Überseegebiet zu Nutze.

Beispielsweise berichtete BTC-ECHO über die Genehmigung der ersten vollumfänglich lizenzierten Blockchain Exchange der Welt, der GBX. Die schnelle Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörden ist auf die mustergültige Blockchain-Regulierungzurückzuführen, die Anfang des Jahres in dem Land verabschiedet wurde.

Dies dürfte dazu führen, dass sich immer mehr Krypto-Unternehmen in Gibraltar ansiedeln. Was wiederum zur Folge hat, dass auch die Adaption von Kryptowährungen steigt.

3. Schweiz

Es ist schon ein wenig erstaunlich: Das schweizerische Zug gilt als Inbegriff der europäischen Blockchain-Avantgarde. Schließlich sind in der kleinen Ortschaft unweit von Zürich zwischen 50 und 100 Blockchain-Unternehmen ansässig.

Allerdings bricht sich der Krypto-Enthusiasmus bisher nicht in einer Massenadaption bahn. Coinmap.orgverzeichnet lediglich zwölf Händler, die Bitcoin akzeptieren. Vielleicht ist Zug einfach zu klein. Im benachbarten Zürich gibt es immerhin ganze 40 Shops, in denen mit Bitcoin bezahlt werden kann.

Das Besondere an Zug ist indes die Offenheit der Behörden für Bitcoin & Co. Behördliche Gebührenbescheide und Steuern können die Bürger des Städtchens in Kryptowährungen zahlen.

Dies sind wahrlich gute Voraussetzungen, für eine fortschreitende Akzeptanz von Bitcoin. Wir dürften also in Zukunft mehr und mehr Zuger Shops sehen, die BTC akzeptieren.

4. Malta

„Blockchain Island“. Diesen Spitznamen hat sich der südeuropäische Inselstaat redlich verdient. Denn in Sachen Krypto- und Blockchain-Regulierung macht Malta innerhalb der EU niemand etwas vor: Nicht nur dass einige der größten Krypto-Börsen der Welt, darunter Binance, in Malta ihren Hauptsitz haben, auch von offizieller Seite vernimmt man durchweg positive Töne hinsichtlich Krypto und Blockchain.

So äußerste sich Premierminister Joseph Muscat vor der UN-Generalversammlung für einen Regierungsvertreter erstaunlich bullish:

„Blockchain macht Kryptowährungen zur unvermeidlichen Zukunft des Geldes.“

Hier im Original:

Listen to the Prime Minister of #Malta aka “The Blockchain Island”, an EU and Eurozone member country say to UN General Assembly: “Blockchain makes cryptocurrencies the inevitable future of money”. from Bitcoin

5. Liechtenstein

Manchmal braucht es nicht viel mehr als einen Enthusiasten in der Staatsführung, um ein Land auf Krypto-Kurs zu bringen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Rede vom sechstkleinsten Land der Erde ist: dem Fürstentum Liechtenstein.

Dortzulande setzt man nämlich voll auf Krypto: Banken wie die Frick Bank bieten diverse Krypto-Dienste wie ICO-Beratungen und Krypto-Investments an und die steuerliche Belastung für Start-ups ist geringer als in der EU.

Die proaktive Haltung des Zwergstaats haben die Liechtensteiner nicht zuletzt Vertretern der Fürstenfamilie Liechtenstein zu verdanken. So äußerte sich Prinz Michael von Liechtenstein im Interview mit BTC-ECHO eindeutig offen gegenüber Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Zudem seien die regulatorischen Auflagen im Fürstentum so gestrickt, dass sich Krypto-Unternehmen relativ unbürokratisch in dem Land ansiedeln können.

In Zukunft könnte eine frühzeitige Weichenstellung wie die in Liechtenstein blockchainfreundlichen Ländern einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Dies ist wohl einer der Gründe, weshalb sich gerade kleine Länder wie Liechtenstein, Malta und Gibraltar in dieser Liste wiederfinden. Schließlich versprechen neue Technologien wie die Blockchain immense Wachstumsmöglichkeiten – und die möchte man nicht verpassen.

BTC-ECHO

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