Byzantium: Metropolis Hard Fork aktiviert


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Nach langem Warten wurde in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages das Byzantium-Upgrade durchgeführt. Damit ist der erste Schritt der Metropolis Hard Fork des Ethereum-Netzwerks gemacht.

Lange schon war er angekündigt worden, jetzt ist der erste Teil von Metropolis endlich da. Um 7:22 deutscher Zeit, genauer gesagt mit dem Minen des 4.370.000 Block der Ethereum-Blockchain, wurde Byzantium eingeleitet. Den ersten Tag hindurch verlief die Hard Fork reibungslos, sodass nun von einem erfolgreichen Upgrade des gesamten Ethereum-Netzwerks gesprochen werden kann. Angeführt von den beiden größten Clients Geth (Go Ethereum) und Parity haben somit alle Nodes das nötige Software-Update installiert, um Byzantium mitzutragen. Damit sind die Weichen für eine geschlossene Weiterentwicklung in Richtung Metropolis gestellt.

Metropolis stellt nach Frontier und Homestead die dritte von vier Stufen in der schrittweisen Weiterentwicklung von Ethereum dar. Das Upgrade selbst ist dabei wiederum in zwei Schritte unterteilt: Byzantium und Constantinople. Beide beinhalten das Durchführen einer Hard Fork. Byzantium, die Hard Fork, die nun stattgefunden hat, leitet die dritte Entwicklungsstufe ein. Constantinople, für das noch kein Datum bekannt gegeben wurde, soll das Metropolis-Upgrade abschließen. Ursprünglich war der Metropolis-Start bereits für Ende September angekündigtworden.

Was bedeutet Metropolis für Ethereum?

Die Neuerung, die vermutlich kurzfristig die meisten Auswirkungen nach sich zieht, ist das Zurücksetzen der Difficulty Bomb. Dieser vorprogrammierte Algorithmus sorgt dafür, dass die Mining-Schwierigkeit von Ether mit der Zeit exponentiell ansteigt und dient allein dazu, den Druck auf dem Netzwerk hoch zu halten und eine Hard Fork, die gleichbedeutend mit einem Systemupgrade ist, innerhalb eines vorher bestimmten Zeitfensters sicherzustellen. Durch das Zurücksetzen ist der Algorithmus demnach auch nicht aufgehoben, sondern lediglich um 18 Monate aufgeschoben, was die Aktivierung von Constantinople, der zweiten Metropolis Hard Fork, in diesem Zeitraum sicherstellen soll. Zugleich wurde der Anzahl der ausgeschütteten Ether pro geminten Block von 5 auf 3 reduziert.

Im Großen und Ganzen bewirkt das Upgrade darüber hinaus eine Reihe von technischen Neuerungen im Ethereum-Netzwerk, die unter dem Sammelbegriff „Ethereum Improvment Proposal“ (EIP) zusammengefasst werden. Darunter ist neben einer Optimierung der Smart Contracts vor allem das Ermöglichen des Einsatzes sogenannter sk-Snarks relevant. Die sk-Snarks sind eine Variante von Zero-Knowledge-Proofs, einer Anwendung, die den Austausch von Token sicherer gestaltet. Die sk-Snarks finden bereits bei Zcash Anwendung.


Wie geht es nun weiter?

Ebenso interessant ist übrigens auch, welches Upgrade im Zuge von Byzantium nicht durchgeführt wurde. So ist der Wechsel vom Proof-of-Work- zum Prof-of-Stake-Mechanismus auf die Aktivierung von Constantinople verschoben worden. Auch so wird unterschwellig der Druck ausgeübt, den zweiten Teil von Metropolis zeitnah zu aktivieren, um das Upgrade zu vervollständigen. Das Ethereum-Netzwerk hat dazu nun 18 Monate Zeit.

Im Allgemeinen kann festgehalten werden, dass das Metropolis-Upgrade zwar an vielen Stellschrauben dreht und einzelne Dinge optimiert, sich für den Ethereum-Nutzer allerdings nichts Wesentliches ändert. Auf viele Krypto-Fans mag dies – speziell in Anbetracht einer erneuten möglichen Bitcoin-Aufspaltung – jedoch geradezu angenehm beruhigend wirken.

Wie war das doch gleich mit der Fork? Schaut euch dazu unser Video an.

BTC-ECHO

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