Bärenmarkt: Bitcoin-Jahrestief & Manipulation bei Tether


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Der Kryptomarkt ist momentan in den Händen der Bären. Aktuell fällt das zusammen mit Spekulationen über eine Preismanipulation und dem Double-Spending-Problem bei Tether. Eine Übersicht zum Bitcoin-Kurs und dem Bärenmarkt.

Der Abwärstrend beim Bitcoin-Kurs nimmt derzeit kein Ende. Mit knapp über 5.000 Euro pendelt Bitcoin bei seinem bisherigen Jahrestief, ein Ende scheint derzeit nicht in Sicht. Im Wertepaar BTC-USD ist inzwischen ein neues Jahresminimum erreicht worden. Innerhalb des aktuellen Quartals verlor die führende Kryptowährung 50 Prozent, während es seit dem letzten Allzeithoch im Dezember sogar 75 Prozent sind.

Die Szene sucht nach Gründen. Tatsächlich ist es so, dass die Gefühlslage und die Begründungen sich je nach Interessenlage stark ändern. Der Markt ist nach wie vor volatil, die Trader sind emotional – die Blase platzt. Wieder und wieder. Doch während die Luft entweicht, ist im Umfeld von Tether tatsächlich etwas passiert, dass den aktuellen Kurs beeinflussen kann.

Denn das chinesische Cybersecurity-Unternehmen SlowMist hat am 28. Juni bei Tether eine Schwäche gefunden, die Double Spending möglich macht. So bestätigte die Sicherheitsfirma in einem Tweet, dass sie USDT an eine Exchange senden konnten, ohne die richtigen Werte der Transaktion angeben zu müssen. Das bedeutet, dass Nutzern Token gutgeschrieben werden können, ohne dass sie tatsächlich versendet wurden – Double Spending. Nach dem Tweet der Sicherheitsfirma folgte eine Stellungnahme vom Gründer von Omni Layer, deren Plattform auf der Tether beheimatet ist:

„Wie es aussieht, haben wir es hier mit dem Problem zu tun, dass eine Exchange die Transaktionen nicht richtig überprüft hat. Sie akzeptierten eine Transaktion, die mit valid=false markiert war, was sie nicht hätten tun sollen. Die zweite „double spend“-Transaktion war mit false=valid markiert, was sie auch akzeptiert hatten. Sofern ich hier nicht etwas übersehe, liegt der Fehler ganz klar bei der Exchange.“

Das heißt, dass Nutzer auch für invalide Transaktionen Tether bekommen könnten und damit einen unendlichen Supply hätten. Somit könnte man zweimal Bitcoin kaufen, ohne sie tatsächlich bezahlen zu müssen – ein Ungleichgewicht, dass sich auf den Bitcoin-Kurs auswirken kann. Da man momentan aber weder weiß, wie oft das passiert ist noch wie viele Nutzer „betroffen“ waren, muss man hier vorsichtig sein, nicht in FUD abzurutschen.

Umgehend meldete sich auch eine der weltweit größten Exchanges zu Wort. In einem Statement betonte OKex, dass sie von dem Problem nicht betroffen seien:

„Wir sind uns über die Probleme mit dem USDT bewusst. Und wir können bestätigen, dass OKEx nicht davon betroffen ist. Wir versichern euch, dass eure Assets bei uns sicher sind.“

Dass Tether einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs hat, wird immer wieder diskutiert. So suggerierte eine Studie erst kürzlich, dass Preismanipulationen bei Bitcoin auf den StableCoin zurückzuführen seien.

Was tun im Bärenmarkt?

Nun stellt sich die dringende Frage: Was tun in einem solchen Bärenmarkt? Auf die Gefahr hin, sich zu wiederholen: Ruhe bewahren. Wie es aussieht, wird der Bärenmarkt noch anhalten. Auch sollte man sich nicht von den lautesten Stimmen, die „Die Blase platzt!“ oder „Die Bullen kommen!“ beeinflussen lassen, wie eine aktuelle Studie ergibt. Es gilt wie immer: Do your own research!

Hier lohnt abermals der Blick in die Zukunft: Wer auf das System hinter Bitcoin vertraut, kann im momentanen Bärenmarkt eine gute Möglichkeit sehen, (wieder) einzusteigen.

Letztlich ist es auch die Blasenkomponente von Bitcoin, Ethereum & Co., die momentan mit dem fundamentalen Wert kämpft. Man erinnere sich: Mit der Einführung der Bitcoin-Futures wurde es erstmals möglich, auch von einem Kursverlust bei Kryptowährungen zu profitieren. Damit sank zwar der Kurs, es kam jedoch auch Stabilität in den Markt.

 

 

 

 

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