Commerzbank, KfW und MAEG simulieren Wertpapiertransfer über die Blockchain


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Die Commerzbank, die KfW Bankengruppe und die MEAG, der Vermögensmanager von Munich Re und ERGO, haben einen gemeinsamen Testlauf für ein Blockchain-Projekt gestartet. Dazu haben sie ein von der KfW begebenes Geldmarktwertpapier (Euro Commercial Paper, ECP) gehandelt und die Transaktion parallel in einer Blockchain abgebildet.

Das benannte Wertpapier wurde so ohne die Nutzung einer zentralen Zahlstelle abgewickelt und an MAEG verkauft. Nachvollzogen und simuliert wurde die Transaktion unter Zuhilfenahme der Distributed Ledger Technology und der Plattform R3 Corda. Das Gesamtvolumen der Transaktion beträgt 100.000 Euro und ist auf einen Zeitraum von 5 Tagen ausgelegt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Commerzbank AG hervor.

Das Technologieunternehmens R3 ist Urheber einer Initiative, die Distributed-Ledger-Technologien für die Finanzindustrie erforscht. Ein erster Prototyp der corda-basierten Plattform wurde zuvor von der Commerzbank in Kooperation mit weiteren Banken und R3 entwickelt.

“Die Pilottransaktion zeigt, dass sich die Emission ebenso wie der Handel von Wertpapieren über Blockchain-Technologie in Echtzeit simulieren lassen. Durch eine Transformation von Wertpapiertransaktionen hin zu digital durchgeführten Emissionen könnte ein signifikantes Potenzial für Effizienzgewinne erschlossen werden“,

wird Roman Schmidt, Bereichsvorstand Corporate Finance bei der Commerzbank, zitiert.

Dr. Frank Wellhöfer, Geschäftsführer der MEAG für Kapitalanlagecontrolling, Back Office und IT, wird mit folgendem Statement wiedergegeben:

“Mit diesem Projekt können wir als Investor Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf Front- und Backoffice-Prozesse sowie regulatorisch relevante Aspekte analysieren. Digitalen Geschäftsprozessen gehört die Zukunft, die möglichen Effizienz- und Kostengewinne sind schon mit Blick auf die bestehenden Prozesse hochinteressant, die Opportunitäten in der Weiterentwicklung unserer Prozesse versprechen zusätzliche Erträge für unsere Mandanten.“

“Die voranschreitende Digitalisierung wird einen großen Einfluss auf die Art und Weise haben, wie in der Zukunft Finanzmarktgeschäfte gehandelt und abgewickelt werden. Die KfW, als bedeutende Akteurin auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten, sieht großes Potenzial in der Blockchain-Technologie und hat mit dieser Pilottransaktion erste positive Erfahrungen in der Praxis gesammelt. Für die Zukunft erhoffen wir uns Vorteile in der Abwicklungsgeschwindigkeit, der Transparenz und durch die hohen Sicherheitsstandards“,

so die Aussage von Dr. Frank Czichowski, Treasurer der KfW.

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